Migräne: Helfen Stammzellen aus Körperfett?

Rund jeder zehnte Mensch leidet darunter: Anfallsartige Kopfschmerzen, häufig begleitet von Übelkeit und verstärkter Empfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen, bekannt als Migräne. Die Dauer des meist einseitig in den Nacken ausstrahlenden Kopfschmerzes ist sehr unterschiedlich, kann aber mehrere Stunden bis einige Tagen betragen. Betroffene beklagen meist die starke seelische Belastung durch die wiederkehrenden Schmerzen.

Trotz intensiver Forschung ist man sich über die Ursache der Migräne noch uneinig. Wir wissen inzwischen, dass sogenannte Triggerfaktoren einen Anfall durch einen Reiz auslösen. Dazu zählen hormonelle Faktoren wie z.B. Stress, aber auch bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente. Im Akutfall werden Schmerzmittel und Medikamente zur Blockade der „Übelkeitsrezeptoren“ im Gehirn verabreicht, um die Symptome vorübergehend zu lindern.

Stammzellen aus Körperfett helfen Migränepatienten

Nun können Betroffene neue Hoffnung schöpfen. Amerikanische Wissenschaftler fanden in einer Studie an Patienten heraus, dass Stammzellen aus dem körpereigenen Fett zur Linderung von Migräne beitragen können. Aus einer kleinen Menge Körperfett wurde sogenannte Stromal Vascular Fraction (SVF) abgetrennt. Diese ist reich an vitalen Zellen wie etwa mesenchymalen Stammzellen. Anschließend wurde die SVF im Bereich der Schultern und des Nackens injiziert.

Das New York Headache Center untersuchte im Rahmen der Studie erwachsene Frauen und Männer, die seit mehreren Jahren unter chronischer therapieresistenter Migräne litten. Als Behandlungsziel legte man die Verringerung des Beeinträchtigungswert MIDAS fest. Die Behandlung zeigte Erfolg: Bereits drei Monate nach der Stammzellbehandlung sank der Wert, der unter anderem die Beeinträchtigung der Lebensqualität erfasst, um fast ein Drittel.

Wie die Studie belegt, könnte die Transplantation körpereigner Stammzellen aus Körperfett Migränepatienten die häufige Einnahme von Medikamenten ersparen und so zu einer Verbesserung ihres Wohlbefindens beitragen.

Ihr DDr. Heinrich

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