Helfen Stammzellen bei Hallux und Hammerzehe?

Eine Patientin mit Problemen der großen Zehen schickt uns folgende Fragen:

Ich leide an Hallux rigidus im Endstadium. Können da die Stammzellen überhaupt andocken? Außerdem bin ich 55 Jahre alt. Kann sich in meinem Alter der Knorpel überhaupt regenerieren?

Stammzellen können in der Regel in jedem Alter und Krankheitsstadium zu einer Besserung verhelfen. In welchem Ausmaß diese Besserung ausfällt, ist natürlich auch vom Krankheitsverlauf und dem Stadium abhängig.

Bei Hallux rigidus handelt es sich um eine Arthrose des Großzehengelenks, während beim sogenannten Hallux valgus eine Fehlstellung der großen Zehe vorliegt. Die Hammerzehe – auch Krallenzehe genannt – besteht in einer permanenten Beugestellung der betroffenen Zehe. Diese Gelenkserkrankungen werden vor allem durch ungeeignetes Schuhwerk verursacht und schränken aufgrund der damit verbundenen Schmerzen oft die Mobilität stark ein.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zu Gelenksbehandlungen mit körpereigenen Stammzellen aus Fettgewebe konnten eine Schmerzreduktion, gesteigerte Mobilität und damit eine Verbesserung der Lebensqualität festgestellt werden. Auch eine mögliche Regeneration des Knorpels infolge der Stammzellbehandlung wird diskutiert.

Derartige Gelenkprobleme werden bis dato je nach Ursache etwa mit Gewichtsabnahme, Physiotherapie, speziellem Training und in stark fortgeschrittenem Stadium oft durch Implantation eines künstlichen Gelenks behandelt, das aber ein natürliches Gelenk nie ersetzen kann.

Gelenksbehandlungen mit Stammzellen, wie wir sie in unserer Ordination anbieten, führen zur Symptommilderung und können möglicherweise durch Regeneration des Gelenksknorpels auch die Ursache behandeln.

Die für die Therapie von Gelenken benötigten Stammzellen werden aus dem Eigenfett des/der Patienten/in gewonnen, das schonend mit Mikrokanülen abgesaugt wird. Die Stammzellen werden unmittelbar nach der Extraktion im Bereich des betroffenen Gelenks injiziert oder als Infusion verabreicht. Die Behandlung erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung, sodass der/die Patient/in nach dem Eingriff mobil und ein stationärer Aufenthalt überflüssig ist.

Ihr DDr. Heinrich

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