Krone: Stammzellen machen Gelenke wieder fit

Dank einer neuen Behandlungsmethode kann vielen Patienten eine belastende Operation erspart bleiben.

Mittlerweile leidet in Österreich fast jeder Sechste unter Gelenkproblemen. Eine Injektion von Stammzellen aus eigenem Körperfett kann Beschwerden lindern.

Betroffene klagen über belastende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen aufgrund von Abnützungen und Verletzungen – meist in Knie oder Hüfte. Jetzt ist die Medizin dem Ziel, schadhafte Gelenke regenerieren zu können, einen bedeutenden Schritt näher gekommen: mithilfe von Stammzellen aus körpereigenem Fettgewebe.

„Seit rund 10 Jahren wissen wir, dass Körperfett Stammzellen enthält, die bei der Heilung von Gewebe eine wichtige Rolle spielen“, berichtet der Wiener Arzt DDr. Karl-Georg Heinrich. Jeder Mensch besitzt in seinen Fettdepots einen großen Vorrat an diesen speziellen Zellen. Der medizinische Nutzen von Körperfett steht in der Ordination von DDr. Heinrich im Mittelpunkt.

Weltweit wird das regenerative Potenzial der Fettstammzellen bei Gelenkproblemen wie Arthrose und Knorpelschäden in klinischen Studien untersucht. Dabei konnten die Forscher bei zahlreichen Patienten, die wegen Schäden an Knien, Hüften und anderen Gelenken behandelt wurden, eine Verbesserung der Schmerzsymptomatik und Beweglichkeit feststellen. „Durch Transplantation von Fettstammzellen des Betroffenen zum defekten Gelenk unterstützen wir einen natürlichen Heilungsmechanismus und helfen dem Körper, die Ursache der Beschwerden selbst zu beheben“, erklärt DDr. Heinrich. Dadurch kann sich der Schaden am Gelenk bis zu einem gewissen Grad regenerieren. Das funktioniert nicht nur in Knie oder Hüfte, sondern auch in allen anderen Gelenken (z.B. der Finger, Schultern und Wirbelsäule).

Ablauf der Behandlung

Unter örtlicher Betäubung saugt der Arzt dem Patienten eine kleine Menge Körperfett ab. Die darin enthaltenen Stammzellen werden unmittelbar nach der Gewinnung in die zu behandelnden Bereiche injiziert. Dieser Eingriff erfolgt ambulant, und der Patient wird danach gleich nach Hause entlassen. Am nächsten Tag kommt er zur Kontrolle.

„Im Idealfall klingen infolge der Stammzellbehandlung die Schmerzen ab, und das Gelenk wird wieder beweglich“, so der Mediziner. Das bestätigen internationale wissenschaftliche Studien.

Diese Therapie eignet sich grundsätzlich für Erwachsene jeglichen Alters mit gutem Allgemeinzustand. Für die Betroffenen bedeutet die wiedergewonnene Mobilität einen Zugewinn an Eigenständigkeit und Lebensqualität.

„Durch eine Behandlung der geschädigten Körperteile mit Stammzellen aus Eigenfett könnte vielen Patienten ihr natürliches Gelenk erhalten bleiben“, freut sich DDr. Heinrich. Das würde den Menschen, die unter Arthrose und Gelenkschäden leiden, belastende Operationen in Vollnarkose und die damit verbundene lange Ausfallzeit ersparen.

DDr. Karl-Georg Heinrich,
Kontakt Ordination: 01/532 18 01,
info@ddrheinrich.com

Erschienen in der Krone am 2.4.2019.

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